Dienstag, 14.07.20  
 Login:         Passwort vergessen?
das-holzportal.com als Startseite setzen Als Favorit setzen - Netscape/Mozilla-Benutzer drücken bitte Alt-D das-holzportal.com empfehlen
 Kategorien
Sie sind hier: Newsanzeiger > Markt und Wirtschaft
Werbung
Branchenbuch
Marktplatz
eCommerce
Anzeigenmarkt
Maschinenbörse
Geschäftliches
Stellenmarkt
Lehrstellenbörse
Terminkalender
Newsanzeiger
'dhp'-TV
Downloads
Service
Partner
Dialog
Forum
'dhp' empfehlen
Anmeldung
Kunde
Newsletter
'dhp'-Award
PR / Marketing
Werbung in 'dhp'
Kooperation
'dhp'-Leistungen
'dhp'-Intern
'dhp' allgemein
Pressespiegel
Kontakt
Hilfe
Impressum
AGBs
Navigation
Sitemap

 

Absurde Verhältnisse bei der Rundholzbeschaffung in NRW

Sauerland/Meschede. Die Initiative Holz und Arbeit NRW prangert die derzeit absurden Verhältnisse bei der Rundholzbeschaffung an. Während der Großsäger Klausner aus Österreich vom Land regelmäßig per Bahn mit Ganz-Zügen voller NRW-Holz (zuletzt insgesamt 10 500 Festmeter) beliefert wird, müssen mittelständische Unternehmen aus der Region bis ins Ausland vorstoßen, um ihren eigenen Rohstoffbedarf zu decken.

Die Theodor Schulte GmbH aus Meschede etwa musste zuletzt 1600 Festmeter Fichten- und Tannenholz aus Dänemark und Schleswig-Holstein importieren; ein Transportweg von mehr als 500 Kilometern. In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Transportkosten des heimischen Unternehmens um etwa 20 Prozent.. Dabei hat sich der Einkaufsradius für Schulte immer weiter ausgedehnt: von der Heimat über ganz NRW, Niedersachsen, Bergisches Land, Rheinland-Pfalz, Hessen und Belgien.

„Hier läuft etwas völlig schief. Es kann doch nicht sein, dass ausländische Großunternehmen so dermaßen bevorzugt werden – und das alles letztlich auf dem Rücken der heimischen Holzindustrie“, sagt Geschäftsführer Markus Schulte, Mitglied der. Initiative Holz und Arbeit NRW, zu der mehr als 30 Unternehmen gehören. „Die Rohstoff-Situation ist sehr angespannt. Das muss auch das Land beachten und Schaden von der regionalen Holzindustrie abwenden.“

Branchenintern wird inzwischen auch kritisiert, dass international aufgestellte Großsäger immer wieder von den Finanzmärkten gestützt wurden, obwohl die Produktionskapazitäten nicht in den Marktbedarf passen. Mittelständler dagegen bieten zwar die vom Markt geforderte Flexibilität der Produktionskapazitäten, müssen aber unter den Wettbewerbsverzerrungen leiden. Fachleute sehen Parallelen zur Bankenkrise und fragen sich, ob auch Großsäger „toobigtofail“ sein sollen.

Bauchschmerzen bereitet den mittelständischen Säge-Unternehmen aus dem Sauerland aktuell aber vor allem, dass das Holz für die aktuellen Klausner-Lieferungen aus verschiedenen NRW-Regionen stammt, unter anderem aus dem Forstamtsbezirk Hochstift bei Paderborn und dem Forstamt Kurkölnisches Sauerland. Das ist – vor allem der kurzen Wege wegen –zugleich jedoch ein traditionelles Einkaufsgebiet für die heimischen Betriebe. Schulte dazu: „Unsere Einkaufsposition wird massiv geschwächt, während Großbetriebe mit ihren Überkapazitäten quasi künstlich am Leben gehalten werden.“

Es wäre sehr wünschenswert, so die Initiative Holz und Arbeit NRW, dass die Holzlieferungen an Fa. Klausner eingestellt werden und das Holz aus dem Landeswald NRW an mittelständische, regionale Säger vermarktet wird, so die Initiative Holz und Arbeit NRW.

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten seien die Lieferungen an den österreichischen Großsäger höchst fragwürdig, so die Initiative Holz und Arbeit NRW. „Es fallen unnötige Transportwege und somit auch unnötige Transport- und Energiekosten an. Mit Ökologie hat das nichts zu tun“, stellt Schulte fest und fügt an: „Paradoxerweise passiert das alles ausgerechnet unter einer Landesregierung mit grüner Beteiligung.“


Über die Initiative Holz und Arbeit NRW
Die Initiative Holz und Arbeit NRW ist ein Zusammenschluss von mehr als 30 Unternehmen der Säge- und Holzindustrie in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam vertreten sie die Interessen mittelständischer Sägebetriebe auf politischer Ebene. In Nordrhein-Westfalen arbeiten insgesamt rund 180.000 Menschen entlang der Wertschöpfungskette Holz. Die Branchenbetriebe erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von ca. 38 Milliarden Euro und stellen einen zentralen volkswirtschaftlichen Faktor dar. Infolge des verheerenden Orkans Kyrill im Jahr 2007 steht die Existenz vieler mittelständischen Unternehmen aufgrund politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen jedoch auf dem Spiel. Die Initiative setzt sich für die Erhaltung gewachsener, regionaler Wirtschaftsstrukturen ein. Ziel ist eine nachhaltige Nutzung vorhandener Holzpotentiale und eine heimische Holzvermarktung zur langfristigen Sicherung aller ökologischen und ökonomischen Vorteile der Holznutzung.
Pressekontakt
Initiative Holz und Arbeit NRW
Hans-Georg Pieper
Im Westfeld 2; 59939 Olsberg

info@holz-und-arbeit-nrw.de
www.holz-und-arbeit-nrw.de Pressekontakt
Prünte & Kollegen
59494 Soest / info@pruente-kollegen.de
Fon: 02921 785747


Bildangebot: www.pk-server.de/F-TIMBER-HOLZZUG-2014

Bildzeile: Auch über den Güterbahnhof in Warstein, wird Holz aus Skandinavien ins Sauerland importiert. Die heimischen Säger finden das absurd, weil eigentlich im Sauerland genug Holz wächst. Das aber fließt meist an Großsäger wie den österreichischen Klausnerkonzern.

Datum: 30.06.2014
Autor: Prünte & Kollegen
Ansprechpartner: Herr Ewald Prünte
Straße: Schonekindstr. 29
Ort: D-59494 Soest
Telefon: +49 (0)2921-785747
E-Mail info@pruente-kollegen.de
Internet: www..pruente-kollegen.de

Fragen/Meinung/Nachricht an den Autor:

Titel: Frau Herr
Name:
Firma:
E-Mail:
Telefon:
Nachricht:
 


zurück   zum Seitenanfang   drucken   Diese News weiterempfehlen
 
 
 
 
© 2000-2007 das-holzportal.com | info@das-holzportal.com | Alle Rechte vorbehalten.